| 27. Heimatkreistreffen Belgard-Schivelbein
2007 vom 24. bis 26. August in Celle |
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| An alle Landsleute und Angehörige des
Heimatkreises Belgard-Schivelbein Herzliche Einladung zum 27. Heimatkreistreffen vom 24. bis 26. August 2007 in Celle Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimatfreunde, wir laden Sie hiermit sehr herzlich ein und würden uns freuen, viele pommersche Landsleute und Angehörige aus den Städten Bad Polzin, Belgard, Schivelbein und allen ländlichen Gemeinden des Heimatkreises im 54. Jahr der Patenschaft begrüßen zu dürfen! Auf den diesjährigen Gottesdienst am Sonntag im Kreistagssaal um 9.30 Uhr möchten wir besonders hinweisen. Es würde uns sehr freuen, wenn der Gottesdienst und auch die anschließende Gedenkfeier in den Triftanlagen regen Zuspruch fänden. Trotz vieler Einladungen erreichen wir nicht alle Heimatfreunde. Deshalb bitten wir Sie, Landsleute auf das Treffen anzusprechen und uns ggf. deren Anschrift mitzuteilen, damit wir auch sie formell einladen können. In heimatlicher Verbundenheit Manfred Pleger, Heimatkreisvorsitzender Dieter Schimmelpfennig, Heimatkreisbearbeiter Klaus Wiswe, Landrat Programmfolge: Freitag, den 24. August 2007 ab 18.00 Uhr - Geselliges Beisammensein zur Einstimmung auf das Heimatkreistreffen. Ort: Landkreis Celle, Kreistagssaal, Trift 26. Sonnabend, den 25. August 2007 10.00 - 12.00 Uhr - Sprechstunde des Heimatkreisvorsitzenden Manfred Pleger im Heimatkreisarchiv, Trift 30 (im Kreismedienzentrum). Veranstaltungen in der Congress Union: 10.30 Uhr - Stadtführung durch die historische Altstadt von Celle (Treffpunkt im Foyer der Congress-Union). ab 13.30 Uhr - Eintragung in die Anwesenheitslisten im Foyer, Verkauf von Büchern, Stadtplänen (auch Sonntag). 14.00 Uhr - Beginn des Kreistreffens im Europasaal. 15.00 Uhr - Heimatkreisversammlung im Europasaal; dazu sind alle Heimatfreunde herzlich eingeladen. Der Heimatkreisausschuß wird sich vorstellen und über seine Arbeit und künftigen Schwerpunkte seines Bemühens berichten; anschließend Wiedersehensfeier und Gedankenaustausch im Europasaal Kaffeetrinken und Abendessen in der Congress Union möglich. 19.30 Uhr - Bunter Abend mit Musik und Gesangsbeiträgen im Europasaal. Sonntag, den 26. August 2007 9.30 Uhr - Gedenkgottesdienst mit Diamantener, Eiserner und Gnaden-Konfirmation und Abendmahl im Kreistagssaal des Landkreises Celle, Trift 26. Die Konfirmanden werden gebeten, sich bereits um 9.00 Uhr einzufinden, damit sie namentlich erfaßt und die Urkunden gefertigt werden können. Für eine Voranmeldung bei Heimatkreisbearbeiter Herrn Schimmelpfennig (Tel. 11.00 Uhr - Feierstunde am Ehrenmal in den Triftanlagen für alle Teilnehmer des Treffens: - Begrüßung - Ruf der Glocke der Kirchengemeinde zu Rarfin - Andacht mit Totenehrung und Kranzniederlegung - Ansprache durch Landrat Klaus Wiswe, Patenkreis Celle - Pommernlied Strophen 1 und 4 - Ansprache des Heimatkreisvorsitzenden Manfred Pleger. Die Feierstunde wird musikalisch begleitet. ab 12.30 Uhr - Gemeinsames Mittagessen in der Congress-Union, Europasaal; anschließend Wiedersehensfeier und Gedankenaustausch. Ausstellungen: a) Heimatkreisarchiv und Fotoausstellung, Trift 30 (im Kreismedienzentrum), geöffnet Sonnabend von 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 19.00 Uhr, Sonntag von 12.30 bis 17.00 Uhr. b) Polziner Schulfreunde-Archiv, Trift 28, rückseitiger Eingang am Parkplatz, geöffnet Sonnabend von 10.00 bis 12.00 Uhr. Unkostenbeitrag zur Förderung der Patenschaftsarbeit 8,00 EUR pro Teilnehmer (Jugendliche unter 18 Jahren frei) Auskunft erteilen: Dieter Schimmelpfennig, eMail Manfred Pleger, eMail Landkreis Celle, Frau Angelika Esser, eMail Hinweis: Vernichten Sie keine Fotografien und Dokumente aus unserem Heimatkreis, stellen Sie das Material bitte vielmehr dem Heimatkreisarchiv beim Landkreis Celle zur Verfügung. Möchten Sie die evangelischen Christengemeinden in Belgard und Schivelbein durch eine Spende unterstützen, so können Sie diese über den Landkreis Celle, Sparkasse Celle (BLZ 257 500 01), Konto-Nr. 3400, Buchungszeichen 4.00000.00031 vornehmen. | |||||
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Heimatkreistreffen Belgard-Schivelbein, ein Fest der Heimatliebe von |
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Das Heimatkreistreffen 2007 in unserer Patenstadt Celle, das von Freitag, dem 24., bis Sonntag, dem 26. August, stattfand, war wieder ein Fest der Freude, der Besinnung und der Erinnerung. Die Attraktivität des Treffens hat auch nach mehr als 50 Jahren seit Beginn der Patenschaft wieder ca. Schon am Freitagabend erschienen zum geselligen Beisammensein Am Vormittag des Sonnabend trafen sich 30 Besucher zur Führung durch die mittelalterliche schmucke Innenstadt Celles. Und jeder, der diese schöne Stadt einmal gesehen hat, wird sich ihrem Reiz nicht entziehen können und sie gern wieder besuchen. Parallel zur Stadtführung war das Heimatkreismuseum (Heimatstube) geöffnet. Es fand auch am Sonntag regen Zuspruch durch viele Besucher. Vermitteln doch die hier verwahrten Bilder, wie schön und gepflegt unsere Städte und Gemeinden einst waren und welch quirliges, schaffensfreudiges und geselliges Leben in ihren Mauern und in den Vereinen herrschte. Manfred Pleger, im Heimatkreismuseum zugegen, fand Kontakt zu Heimatfreunden, mit denen er zwar fernmündlich gesprochen, auch korrespondiert hatte, die er aber bisher persönlich nicht kannte. Am Sonnabendnachmittag fand eine Versammlung des Heimatkreisausschusses mit den Besuchern im großen Europasaal der Congress-Union statt. Manfred Pleger und Barbara Haverland berichteten kurz über ihre Heimatarbeit. Sprecher bzw. Vorsitzende aus den Stadt- und Ortsgemeinschaften, so Klaus Wegner, Bad Polzin, Dr. Harald Lutter, Belgard, Günter Beilfuß, Belgard, und Hans Krause, Kavelsberg, berichteten von ihren Aktivitäten. Die Anregung, künftig enger auf Kreisebene zusammenzuarbeiten, fand Beifall; auchauch die Überlegung gemeinsame Busfahrten durchzuführen, fand Anklang. Als konkretes Ergebnis ist mitzuteilen, daß die Belgarder Heimatgruppe, vertreten durch Pastor Udo Struck (Telefon 02131 545365) und Günter Beilfuß (Telefon 0551 43972), voraussichtlich vom 4. bis 12. Juni 2008 nach Belgard fahren wird. Sie will von hier auch wieder Heimatorte von Reiseteilnehmern im Kreis Belgard besuchen und zu Sehenswürdigkeiten in Hinterpommern reisen. Den "Bunten Abend" am Sonnabend eröffnete der Chanty-Chor Celle unter Leitung von Ralf Döding. Mit schmissigen Seemannsliedern verstand es der 40 Mann starke Chor seine Zuhörer zu begeistern. Sang er vor Jahren noch das (umgedichtete) Friesenlied "Wo de Nordseewellen....`; so trug er uns Pommern zuliebe - diesmal die Urfassung Müller-Grählerts vor, nämlich "Wo de Ostseewellen ...." Die Volkstanzgruppe Wohlde unter Leitung von Axel Berger begeisterte mit schwungvollen Tänzen und Figuren. Herausragender Tanz war der aus Belgard stammende "Viertanz", über den man sich besonders freute. Den Abschluss dieses unterhaltsamen Abends gestaltete das "Trio Intonale" unter Leitung von Gisa Borchert-Schröder, Gisa und Arno, mit Leckerbissen der Classic und Unterhaltung in wundervollen einfühlsamen Beiträgen. Dass die Zuhörer drei Stunden begeistert zuhörten und niemand den Saal verließ, unterstreicht den Unterhaltungswert des Abends. Das Wort zum Abend, verbunden mit herzlichem Dank an Frau Angelika Esser und alle Mitwirkenden, sprach Pastor Udo Struck. Höhepunkt des Treffens waren am Sonntag der Gottesdienst und die Feierstunde in den Triftanlagen. Landessuperintendent Karl Manzke aus dem Rügenwalder Amt, Kreis Schlawe, heute Celle, legte seiner Predigt und der Konfirmationsfeier Psalm 27.1 zugrunde: "Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?" An der Konfirmation nahmen 20 Besucher teil. Die Feierstunde in den Triftanlagen läutete die Glocke der Kirche von Rarfin ein. Der Posaunenchor der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde Hannover-Roderbruch unter Leitung von Jürgen Löhlein begleitete die Feierstunde musikalisch; auch im Gottesdienst hatte der Posaunenchor mitgewirkt. Wir danken dem Dirigenten und den Posaunisten für den gekonnten Auftritt. Die Andacht mit Totenehrung hielt auch hier Landessuperintendent Manzke. Der Patenkreis und der Heimatkreis legten Kränze nieder. Niemand konnte sich der eindringlichen, hoffnungsvollen und tröstlichen, versöhnenden Worte des Landessuperintendenten Manzke im Gottesdienstes und in der Andacht entziehen; sie kamen von Herzen und gaben dem Sonntag Glanz und Zuversicht: "Vor wem sollte ich mich fürchten!" Herr Landrat Klaus Wiswe führte dann in seiner von Zuversicht, Anerkennung und Verständnis getragenen Rede folgendes aus (Auszüge): "An dieser Stelle möchte ich unterstreichen, daß zwischen dem Landkreis Celle und dem Heimatkreis Belgard-Schivelbein ein gutes Verhältnis und ein gutes Miteinander herrschen und dass wir an der Patenschaft zum Heimatkreis Belgard-Schivelbein festhalten werden. Im Mittelpunkt unserer Patenschaftsarbeit stehen Sie alle, die früheren Bewohner Ihres Heimatkreises. Ein Schwerpunkt innerhalb unserer Patenschaft ist die Kulturarbeit. Das beim Landkreis von Frau Angelika Esser geführte Heimatkreismuseum (Heimatstube) enthält eine umfangreiche Sammlung von Erinnerungsstücken, Bild- und Schriftdokumenten. Diese Zeugnisse der über 800-jährigen Geschichte Pommerns, seiner Bewohner und des pommerschen und deutschen Kulturguts werden hier im Kreishaus weiter verwahrt und gepflegt. Ende 2005 wurde im Haus der Geschichte in Bonn von Bundespräsident Horst Köhler die Ausstellung "Flucht, Vertreibung, Integration" eröffnet. Diese Ausstellung war inzwischen auch in Berlin und Leipzig zu sehen. Viele Stücke der Schau stammten aus dem Landkreis Celle. Ein Exponat aber war besonders spektakulär. Das war die dem Landkreis Celle gehörende, so genannte Pommernbank vom Wietzer Berg bei Müden. Sie wurde für diesen Zweck extra an ihrem üblichen Standort abgebaut und im Bomann-Museum restauriert. Dabei wurden unter anderem auch die verwitterten Wappen des Landkreises Celle und der Stadt Belgard neu geschnitzt. Wir leihen immer mal wieder einzelne Archivalien für Präsentationen aus. Die Mitarbeit an der Ausstellung des Hauses der Geschichte war allerdings die bisher größte Anerkennung, die unser Kreisarchiv auf Bundesebene erfahren hat. Die Pommernbank war sogar eine Attraktion derart, dass das Haus der Geschichte diese am liebsten in ihre Dauerausstellung übernehmen wollte. Abschließend möchte ich unterstreichen, dass wir als Landkreis uns über dieses besondere Verhältnis zum Heimatkreis Belgard-Schivelbein freuen. Deshalb wollen wir den Patenkreis im Rahmen unserer finanziellen Verhältnisse auch weiterhin ideell und finanziell fördern." Der Vorsitzende des Heimatkreisausschusses, Manfred Pleger, dankte und gratulierte Herrn Wiswe zur Wiederwahl als Landrat und wünschte ihm im Namen des Heimatkreises Erfolg in seiner Arbeit, eine glückliche Hand in schwierigen Amtsfragen und ihm und seiner Familie Gesundheit und Wohlergehen. Manfred Pleger sagte weiter: "Sehr geehrter Herr Landrat, wir wissen ihren persönlichen Einsatz, wie auch die Zuwendung der Organe des Kreises zu schätzen und sind von großer Dankbarkeit erfüllt. Wir empfinden, das Willkommen ist ehrlich und wahrhaft, und in der Art, wie der Patenkreis dieses Treffen ausrichtet, von herzlicher Zuneigung getragen. Die Blumensträuße in den Räumen empfinden wir als Ausdruck von Herzlichkeit und Wohlwollen. Und ich möchte ausdrücklich die Arbeit, das freundliche, stets hilfsbereite Engagement ihrer Mitarbeiter, Herrn Kreisoberamtsrats Stucke und von Frau Angelika Esser hervorheben und würdigen. Wir danken allen Mitarbeitern, die an der Gestaltung des Patenschaftsverhältnisses und der Ausrichtung dieses Treffens mitwirkten! Kreisbearbeiter Dieter Schimmelpfennig Dank für seine das Treffen vorbereitende Tätigkeit; er konnte am Heimatkreistreffen aus zwingenden beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen. In der vorangegangen Begrüßung gedachte Manfred Pleger der Landsleute, die infolge Alters und Krankheit nicht mehr teilnehmen konnten. Stellvertretend nannte er Frau Dr. Eva Schoenke und Ernst Krüger aus Schivelbein, Superintendent Martin Zitzke, Frau Ruth Mielke geb. Wendt und Hans Schröder aus Belgard. Älteste Teilnehmerin war Frau Magdalene Knabe geb. Nörenberg aus Pumlow bei Belgard. Abschließend zeichnete er ein Bild früherer und heutiger Treffen und rief in beschwörenden Worten dazu auf, zusammenzurücken, weiterhin an den Treffen teilzunehmen, Pflöcke gegen das Vergessen zu setzen und weiter zu versuchen, Geschichte und Kultur zu bewahren. Er sagte abschließend, ein Stück Heimatgeschichte einflechtend: "Uns spendet der Klang der Kirchenglocke aus Rarfin, die soeben die Feierstunde einläutete, Trost und Freude. Sie ist eine Glocke mit bemerkenswertem Schicksal. Oft hoffnungslos, der Zerstörung preisgegeben, und doch wieder zu neuem Leben erwacht. Unserem Schicksal als Treibgut der Geschichte durchaus ähnlich: Ursprünglich läutete die Rarfiner Glocke als kleinste von 5 Bronzeglocken in St. Marien zu Belgard; sie war die Morgenglocke und stammte aus dem 17. Jh. Als die weiteren 4 Glocken 1917 abgeliefert werden mußten, blieb diese kleine Morgenglocke in Belgard. Als die Marienkirche in Belgard dann 1922 anstelle der früheren 5 Bronzeglocken jetzt 3 Stahlklangglocken erhielt mit dem Ton cis, paßte die kleine Bronzeglocke nicht mehr dazu und fand so ihren Weg, wegen der Inflation mit Roggen bezahlt, nach Rarfin. Dann 1943 abgeliefert, überstand sie die Bombennächte in Hamburg, blieb von der Einschmelzung verschont und läutet heute als Leihgabe im Glockenstuhl des Friedhofs in Leichlingen/Rheinland, nun hier Trost und Hoffnung spendend - und sie läutet uns." Die eindrucksvolle Feierstunde endete mit der Nationalhymne und dem Pommernlied, hoffend, dass man sich in zwei Jahren in Celle gesund und frohgemut wiedersehen werde. Ich sage allen Besuchern noch einmal herzlichen Dank, bewahren Sie die Liebe zu unserem Heimatland Pommern, halten Sie Kontakt zueinander. Nur, wenn wir den Zusammenhalt pflegen und uns aktiv am Geschehen beteiligen, haben wir die Chance, weitere Heimatkreistreffen in der bisherigen Form durchzuführen. Ich danke meinen Heimatfreunden aus meinen Dorfgemeinschaften für ihre Teilnahme, aus Lenzen: Rudolf und Waltraud Trapp, Egon Mönnich und Ursula geb. Baatz; aus Roggow: Heinz und Marianne Ott, Helmut Ott, Günter Winkel, Edgar und Gertrud Beilfuß, Elli und Klaus Rettmann, Fanny Thiel, Hildegard Thiel geb. Maaß und Günter Thiel, Charlotte Kath geb. Winkel mit Sohn, Marlies und Günter Genz; aus Denzin: Elisabeth Szynkowiak geb. Blödorn, Horst Szynkowiak, Ingrid Ebel geb. Köntopf, Gertrud und Alfred Kruggel, Ewald Beilfuß, Manfred Pleger; aus Boissin: Gebrüder Fischer. [Dai Schulteknüppel Nr. 55, S. 16-24] | |||||
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Tränen der Rührung bei Heimatkreistreffen in Celle Vertriebene aus Belgard-Schivelbein treffen sich in Congress Union |
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Die eine oder andere Träne kullerte am Wochenende beim 27. Treffen des Heimatkreises Belgard-Schivelbein in Celle. Rund 300 ehemalige pommersche Landsleute unterhielten sich über ihre Heimat, tauschten Gedankengut aus oder saßen einfach nur gemütlich in der Congress Union zusammen. "Mir ist es ein Bedürfnis an meine Heimat erinnert zu werden", sagte Erika Zille mit leicht feuchten Augen: Die 89-jährige lebt seit 1945 in Celle und freut sich immer sehr auf die Treffen des Heimatkreises. "Ich hoffe alte Bekannte zu treffen und gute Gespräche zu führen." Und genau darum geht es auf den Zusammenkünften: "In Kontakt bleiben ist wichtig", sagt der erste Vorsitzende des Heimatkreises Belgard-Schivelbein Manfred Pleger. Das Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit schärfen und sich gemeinsam an die früheren Zeiten erinnern, das sei wichtig und der Grundgedanke. "Außerdem gerät so unsere Geschichte nicht in Vergessenheit", sagt die zweite Vorsitzende Barbara Haverland. Allerdings würden die regelmäßigen Treffen dabei allein nicht mehr ausreichen. "Vieles kann einfach nur verschriftlicht bewahrt werden." Und Pleger fügt hinzu: "Deshalb arbeite ich an einer Chronik und rate jedem seine Lebensgeschichte niederzuschreiben." Auch Manfred Schweder glaubt, dass die Heimatgeschichte nach und nach verloren geht: "Ich bin jetzt 66 Jahre alt und war ein Kind, als wir vertrieben wurden. Der Anteil der Generation meiner Eltern, die alles hautnah miterlebt haben und etwas berichten könnten, wird immer kleiner. Lange geht das nicht mehr so." Ohne eine Verschriftlichung würde irgendwann nichts mehr übrig bleiben. Der Höhepunkt des Heimatkreistreffens war die gestrige Gedenkstunde in den Triftanlagen. In feierlichem Rahmen und in Anwesenheit von etwa [Cellesche Zeitung vom 27. August 2007] |
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