"Die Idee, eine Gedenkstätte
für unsere Toten zu errichten, kam von Landrat Stefan Strzalkowski.
Er bot uns auf dem neuen Friedhof an der Körliner Straße
ein Grundstück an. Über das Friedhofsamt kam dann diese
kleinere Fläche zum Ankauf ins Gespräch. Die 'Freunde des
Alten Landes Belgard' entschieden sich, die Gedenkstätte nicht
auf dem neuen, sondern auf diesem, dem alten Friedhof zu errichten.
Ausschlaggebend waren dafür der kürzere Weg aus der Stadt,
daß der Friedhof weiter belegt und gepflegt wird und unter Denkmalschutz
steht. Bürgermeister Ciechanowicz danke ich besonders; er genehmigte
die Gedenkstätte, förderte das Vorhaben und erließ
uns den Kaufpreis. Den Vertretern der Stadt und des Kreises danke
ich für Förderung und Verständnis. Lob und Anerkennung
sage ich Jerzy Szymczak für Beratung und Betreuung.
Danken aber möchte ich auch Helena
Kietschke vom Friedhofsamt für die freundliche Hilfestellung
und Steinmetzmeister Andrzej Kröl für die gute Ausführung
der 3.000 Euro kostenden Anlage. In der vorbereitenden Phase besonders
der Gestaltung unterstützten mich aus dem Kreise der Belgarder
Ilse Bellin (Schloßmühle), Martin Lassahn (Klempin) und
Heinz Rabe (Großeltern aus Siedkow), ihnen danke ich sehr. Seit
altersher gehört es zur menschlichen Kultur, daß man Verstorbenen
ein Mindestmaß an Achtung und Würde gewährt. Leider
erlebten wir eine Zeit, in der viele Werte mißachtet wurden.
Möge die heutige Stunde dazu beitragen, daß wir alle uns
für einen tragfähigen Frieden einsetzen, der das Zusammenleben
verschiedener Völker und Anschauungen ermöglicht und daß
diese Gedenkstätte dem Frieden zum Segen gereicht."
[Initiatorin
anläßlich der Einweihung am 10.08.2002]
Zum Gedenken
aller Toten des Landes Belgard
die in Gottes Erde ruhen
Pamieci Wszystkich Zmarlych
Ziemi Bialogardzkiej
Niech spoczywaja w pokoju
Das auf Initiative und
mit finanzieller Unterstützung
des Vereins "Freunde des Alten Landes Belgard" auf dem ehemals
deutschen Alten Friedhof in Belgard errichtete Lapidarium mit Gedenktafel
und Grabsteinen früherer Einwohner der Stadt und des Kreises
1914 - 1918
Musk. Max Jeske 7.10.14
Füsil. Ernst Schumacher 1.1.15
Grenad. Franz Klann 2.6.15
Reserv. Bernhard Klann 29.7.18
Musk. Albert Abraham 2.1.17
Musk. Otto Petzke 10.3.17
Landsturm. Karl Petzke 24.9.17
Musk. Max Petzke 28.8.18
Musk. Wilhelm Raatz 3.6.17
Gefr. Otto Jandt 22.7.17
Musk. Wilhelm Neitzel 19.2.18
[Gemeinde Naffin / Kreis Belgard]
Rudolf Glasenapp 1900 - 1939
Ruhestätte
der Fam.
Friedrich Teske
Hier ruhen in Gott
Günther Ramin
* 20.6.1927 gest. 24.8.1927
Heinz Ramin
* 22.11.1928 22.11.1928
Schlaft in süßer Ruh,
Elternliebe deckt Euch zu
Hier ruht in Gott
Albertine Röske
geb. Wendland
* 2.9.1868
20.6.1941
Ruhestätte
der Familie
Hermann Klemp
Hedwig Maria Daege
geb. 3. Oktbr. 1883
gest. 30. Juni 1884
Hier ruht Abiturient
Hans Porath
* 15.2.1914 25.8.1937
Hier ruht in Gott
Berta Rutsatz
* 15. Oktober 1861
7. April 1935
Christi Blut und Gerechtigkeit
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid
Hier ruht in Gott
unser Liebling
Adolf Skudelny
* 12.11.1934
11.1.1935
Hannelore
Luckhaus
geb. 26.5.1918
gest. 3.9.1937
Hier ruht in Gott
der Rittergutsbesitzer
und Stadtältester von Belgard
Franz Villnow
* 9. Juni 1848 8. Juni 1926
Selig sind die Toten, die in dem
Herrn sterben, sie ruhen von
ihrer Arbeit, und ihre Werke
folgen ihnen nach
Hier ruht in Gott
Oberpostschaffner
Franz Garbe
* 17.6.1816
21.1.1892
Hier ruht in Gott
Albertine Krüger
geb. Jennrich
* 8.5.1835 15.11.1921
Was Gott tut, das ist
wohlgetan
Anna Freiberger
geb. Ruske
* 3.10.1868
16.8.1926
Hier ruhen in Frieden
August Behling
* 7.2.1871 22.4.1941
Ruhestätte der
Familie Jantz
Hier ruhen in Gott
Studiendirektor
Franz Hoffmann
* 11.11.1875 19.8.1927
Erna Hoffmann
geb. Hafemann
* 13.8.1879 9.2.1938
Auf dem Weg zum Lapidarium
[Aufnahmen
2006]
Feierliche Übergabe der Gedenkstätte
auf dem Alten Friedhof (Eisenbahnfriedhof an der Rostiner Straße)
Die Anregung dazu gab Starosta Stefan Strzalkowski; Burmistrz Stanislaw
Ciechanowicz überließ die Friedhofsfläche gebührenfrei.
Zwar kehren wir damit nicht heim, wie ich sagen hörte, wohl aber
haben unsere Toten mit der feierlichen Übergabe der Anlage eine
ehrwürdige Gedenkstätte gefunden! Auf einer Grundplatte
in einer Größe von ungefähr 10 qm, zusammengesetzt
aus sechs terrazobelegten Betonplatten, wurde ein Lapidarium errichtet,
auf dessen Gedenkstein die Inschrift lautet:
Zum Gedenken aller Toten des Landes Belgard, die in Gottes Erde
ruhen
Der Inschrift voran steht das Kreuz Christi als Zeichen des Leidens
und des Sterbens, aber auch als Zeichen der Vergebung, der Versöhnung
und des Friedens.
Eingerahmt wird die Gedenkstätte von 10 gut erhaltenen deutschen
Grabsteinen, die von Gräbern aus den Jahren zwischen 1927 und
1941 stammen; auf ihnen stehen die Namen (v. l. n. r.): Rudolf Glasenapp,
Familie Friedrich Teske, Günther und Heinz Ramin, Albertine Röske,
Familie Hermann Klemp, Familie Jantz, Hans Porath, Berta Rutsatz,
Adolf Skudelny und Hannelore Luckhaus.
Vor dem zentralen Gedenkstein ist liegend die noch gut lesbare Gedenkplatte
der Kriegstoten 1914/18 der Gemeinde Naffin, Kreis Belgard, angebracht.
Unmittelbar neben der Gedenkstätte steht links davon der hohe
Granit-Grabstein der Eheleute Gymnasialdirektor Franz Hoffmann und
Erna geb. Hafemann.
In einer schlichten, eindrucksvollen Feierstunde, an der Vertreter
des öffentlichen Lebens, der Stadt, des Kreises, der evangelischen
und katholischen Geistlichkeit und mehr als 70 angereiste Belgarder,
dazu die Mitglieder der deutschen Minderheit, teilnahmen, übergab
Burmistrz (Bürgermeister) Stanislaw Ciechanowicz am Sonnabend,
dem 10. August 2002, die Gedenkstätte der Öffentlichkeit.
Burmistrz (Bürgermeister) Ciechanowicz begrüßte die
Versammlung auch im Namen des anwesenden Starosta (Landrats) Stefan
Strzalkowski und führte aus, daß die gegenseitige Verständigung
durch gemeinsame Seminare möglich
geworden sei und sich ein gutes Miteinander ergeben habe. Auch der
Landrat und er wie weitere Bürger aus Bialogard gehörten
der Vereinigung "Freunde des Alten Landes Belgard / Bialogard"
an. Die Gedenkstätte für die Verstorbenen vor 1945 beschwor
er als ein Zeichen der Gemeinsamkeit. Den früheren Bürgern
der Stadt dankte er für die Übergabe von 10.000 Zloty für
die Beschaffung von Exponaten für das geplante Museum.
Die deutsche Gemeinde war besonders erfreut darüber, daß
der Sohn des früheren Superintendenten Johannes Zitzke, Superintendent
Martin Zitzke, den Gottesdienst versah. (Erinnert sei daran, daß
sein Vater Johannes Zitzke die kirchlichen Geschicke Belgards und
des Kirchenkreises Belgard von 1924 bis zu seiner Ausweisung im Mai
1947 segensreich lenkte und den Kirchenkreis Belgard zu einem bedeutenden
Zentrum kirchlicher Arbeit und der Inneren Mission machte.)
Superintendent Zitzke ging von dem Friedenswort der Bibel aus: "Und
der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure
Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn!"
"Wir nennen den Ort der Bestattung 'Fried-Hof!' weil hier Friede
sein soll zwischen den Menschen, Familien und Völkern. Darum
soll dieser Ort ein Friedenszeugnis und Ruf zum Frieden zwischen Deutschen
und Polen, zwischen Evangelischen und Katholiken sein; denn Gott hat
mit uns den tragenden tiefen Frieden geschlossen."
Mit der Lesung der Verse 42, 43, 55, 56 und 57 aus dem 1. Brief Abs.
15, den Paulus an die Korinther schrieb, endete Superintendent Zitzke.
Der in Hinterpommern im Pfarrbezirk Köslin amtierende evangelische
Geistliche Janusz Staszczak sprach ein Gebet.
Die Gemeinde begleitete die Feierstunde mit den Liedern So nimm
denn meine Hände und Harre meine Seele (beide Lieder
sind auch den Polen bekannt) und abschließend mit Der ewig
reiche Gott woll uns bei unserem Leben ein immer fröhlich Herz
und ewigen Frieden geben.
Von Seiten der Polnischen Katholischen Kirche nahmen zwei Geistliche
aus Belgard teil. (Die Evangelische Kirche kennt keine Weihehandlungen
an Gegenständen, deshalb nannte Superintendent Zitzke das Ereignis
"feierliche Übergabe").
Barbara Haverland begrüßte sodann die Teilnehmer und nannte
das Beisammensein auf dem vertrauten Alten Friedhof, mit dem unsere
Herzen eng verbunden seien, ein historisches Ereignis, einen besonderen
Tag im Leben der Belgarder. Sie dankte allen, die die Gedenkstätte
errichteten oder zu deren Errichtung beigetragen hätten; sie
dankte Superintendent Zitzke, der, so führte sie wörtlich
aus: "diese Stätte für heute und alle Zeit in Gottes
Hände legte!"
Barbara Haverland sagte weiter: "Die Idee, eine Gedenkstätte
für unsere Toten zu errichten, kam von Starosta (Landrat) Stefan
Strzalkowski. Er bot uns auf dem Neuen Friedhof an der Körliner
Straße ein Grundstück an. Über das Friedhofsamt kam
dann diese kleinere Fläche zum Ankauf ins Gespräch. Die
'Freunde des Alten Landes Belgard' entschieden sich, die Gedenkstätte
nicht auf dem Neuen, sondern auf diesem, dem Alten Friedhof zu errichten.
Ausschlaggebend waren dafür der kürzere Weg aus der Stadt,
daß der Friedhof weiter belegt und gepflegt wird und unter Denkmalschutz
steht.
Burmistrz (Bürgermeister) Ciechanowicz danke ich besonders; er
genehmigte die Gedenkstätte, förderte das Vorhaben und erließ
uns den Kaufpreis. Den Vertretern der Stadt und des Kreises danke
ich für Förderung und Verständnis. Lob und Anerkennung
sage ich Jerzy Szymczak für Beratung und Betreuung. Danken aber
möchte ich auch Helena Kietschke vom Friedhofsamt für die
freundliche Hilfestellung und Steinmetzmeister Andrzej Kröl für
die gute Ausführung der 3.000 Euro kostenden Anlage.
In der vorbereitenden Phase besonders der Gestaltung unterstützten
mich aus dem Kreise der Belgarder Ilse Bellin (Schloßmühle),
Martin Lassahn (Klempin) und Heinz Rabe (Großeltern aus Siedkow),
ihnen danke ich sehr.
Seit alters her gehört es zur menschlichen Kultur, daß
man Verstorbenen ein Mindestmaß an Achtung und Würde gewährt.
Leider erlebten wir eine Zeit, in der viele Werte mißachtet
wurden. Möge die heutige Stunde dazu beitragen, daß wir
alle uns für einen tragfähigen Frieden einsetzen, der das
Zusammenleben verschiedener Völker und Anschauungen ermöglicht
und daß diese Gedenkstätte dem Frieden zum Segen gereicht."
Am Schlusse legten der polnische Bürgermeister, der Landrat und
der Freundeskreis Kränze nieder. Das polnische regionale Fernsehen
zeichnete das Ereignis auf und sandte die Aufnahmen in einer ausführlichen
Reportage.
Die Errichtung der Gedenkstätte ist vornehmlich Verdienst von
Frau Barbara Haverland. Sie nahm sich dieser Aufgabe tatkräftig
und beherzt an, fuhr mehrmals nach Belgard, ebnete die Wege beim Bürgermeister
und Friedhofsamt, entschied über die Gestaltung der Gedenkstätte,
gab sie in Auftrag und überwachte die Bauausführung. Dank
auch den Mitgliedern des Belgarder Freundeskreises, insbesondere dem
geschäftsführenden Vorsitzenden Dr. Harald Lutter und der
Kassenführerin Lore Baehr.
Zumindest einige Belgarder aus dem Freundeskreis hätten gern
ein größeres Lapidarium errichtet, damit alle noch (irgendwo)
vorhandenen deutsche Grabsteine hätten aufgestellt werden können.
Nur dann hätte die Anlage anderenorts (so war z. B. Fläche
am Eingang des Neuen Friedhofs an der Körliner Straße neben
dem Russendenkmal im Gespräch) aufgestellt werden müssen,
weil der jetzige Platz dafür zu klein gewesen wäre.
Besucher finden die Gedenkstätte im nordöstlichen Teil des
Alten Friedhofs (Eisenbahnfriedhof); man gehe durch die erste Tür
(aus der Stadt kommend), dann den parallel zur Straße angrenzenden
Friedhofsweg entlang und findet die Gedenkstätte nach gut hundert
Metern zur rechten Hand.
Wir empfehlen allen Besuchern Belgards den Besuch der Gedenkstätte.
Lassen Sie uns unserer Toten gedenken, die in früherer Zeit in
den Kirchen und auf den Kirchhöfen St. Marien, St. Jacobi, St.
Georg und St. Petri ihre letzte Ruhe fanden, später dann und
zuletzt auf dem Alten Friedhof (Eisenbahnfriedhof), dem Mühlenfriedhof
an der Polziner Chaussee, dem Neuen Friedhof an der Körliner
Straße und dem Judenfriedhof beigesetzt wurden.
Für den deutsch-evangelischen Abendmahl-Gottesdienst am Sonntag,
dem 11. August, hatte auf Bitten von Barbara Haverland die Polnische
Katholische Kirche die Pfarrkirche St. Marien zur Verfügung gestellt.
Die Organisation des Gottesdienstes lag in Händen der Evangelischen
Gemeinde. Während Pfarrer Janusz Staszczak das Gebet sprach und
die Liturgie hielt, hielt Superintendent Zitzke die Predigt und erteilte
den Segen. Die Marienkirche erfreute sich großen Besuchs; mit
den angereisten Belgardern nahmen auch zahlreich Körliner, die
mit dem Bus angereist waren und in Körlin ebenfalls ein Lapidarium
einweihten, an dem Gottesdienst teil.
Seiner Predigt legte Superintendent Zitzke den Bibelvers zugrunde:
....denn ist ein köstlich Ding, daß das Herzfest werde,
welches geschieht durch Gnade (Hebr. 13.9). Dieses Bibelwort war
Trautext eines Belgarder Ehepaares und hatte bis zu dessen Tode von
1915 bis 1965 an der Wand gehangen:
Weil Christus bei uns ist, kann unser Herz, fest werden
Weil Christus treu ist, können wir treu bleiben
Weil Christus vergibt, kann unsere Schuld uns nicht von ihm trennen.
Superintendent Zitzke: "Wenn wir aufsehen zu Jesus, den Anfänger
und Vollender unseres Glaubens, dann kann das Herz wieder fest werden.
Die Christen haben deshalb das Zeichen des Todes Christi, das Kreuz,
als Zeichen und Symbol ihres Glaubens gewählt. Es steht auf und
in den Kirchen, auf den Friedhöfen, in den Wohnungen, es ist
auf den Bergen aufgerichtet und in unseren Herzen. .... So steht Christus,
der von Schicksalsschlägen umhergetriebene Mensch, vor unserem
inneren Auge. Wir dürfen erkennen und bezeugen, daß in
all unseren Traurigkeiten, Gott seine Kraft hineingibt. Gott ist treu!"
Es war ein denk- und dankwürdiger - nach 1946 nun schon der zweite
- deutsche evangelische Abendmahl-Gottesdienst in St. Marien, bewegend
und ergreifend, das Heilige Abendmahl in seiner pommerschen Heimatkirche
zu empfangen.
Dabei predigte die Marienkirche als einer der schönsten und klangvollsten
Pommerns mit. Die hohen Fenster in herrlichster Glasmalerei und der
weiche Klang der Orgel beeindruckten, erinnernd an die hohe Inschrift
im Rundbogen "Wir sahen seine Herrlichkeit!"
Im Innersten zutiefst gerührt, verließen wir, verabschiedet
von beiden Pastoren, das stattliche Gotteshaus unter dem Festgeläut
der Glocken. Ein weiteres Mal erfüllte sich der Wunsch des Superintendenten
Otto Emil Klar, der bei der Einholung der Glocken am Dienstag, dem
8. August 1922, sagte: "Mögen auch die neuen Glocken die
Gemeinde erfreuen, erbauen und segnen!"
mit den heutigen Vertretern von Stadt und Kreis Belgard kamen wir
im Frühjahr 2001 erstmals zu Gesprächen über eine Gedenkstätte
für unsere Verstorbenen. Verschiedene Vorschläge und Überlegungen
haben uns seitdem beschäftigt.
Von Seiten der Stadt wurde uns dann im Oktober 2001 auf dem Eisenbahn-Friedhof
- am Rostiner Weg - eine freie Stelle zur Errichtung einer Gedenkstätte
angeboten. Sie liegt etwa 6 Meter entfernt rechts in der Höhe
des alten, hohen Marmorkreuzes, das auf der Aufnahme von 1978 zu sehen
ist. Die rundum von einer niedrigen Steinkante eingefaßte Fläche
ist im Friedhofsamt für drei Bestattungen ausgewiesen. Bei der
Besichtigung waren wir von vier nebeneinander liegenden Grabhügeln
ausgegangen. Uns wurde ein Kaufpreis genannt und der Platz bis zu
einem Entscheid schriftlich für uns reserviert.
Vor gut vier Wochen haben wir uns während des 5. Belgard-Seminars in
der Ost-Akademie Lüneburg einstimmig für diese Grabstelle
als Ort für die Gedenkstätte ausgesprochen. Der Belgarder
Bürgermeister, Herr Stanislaw Ciechanowicz, sagte uns anschließend
die kostenlose Überlassung sowie die spätere Verantwortung
der Stadt für unser Ehrenmal zu.
Nun machen wir uns viele Gedanken um die Gestaltung der Gedenkstätte.
Im April wollen wir in Belgard das vorhandene Material durchsehen,
an Ort und Stelle Pläne durchdenken, besprechen und festlegen.
Dann soll der Auftrag an Fachkräfte vergeben werden. Als Schrift
auf dem Hauptstein ist vorgesehen: "Allen in Gottes Erde ruhenden
Toten des Landes Belgard zum Gedenken." Seitlich können
vielleicht weitere alte Grabsteine gesetzt werden. Die Kosten der
Fertigstellung müssen wir selber tragen. Bisher weiß ich
nicht, auf welchen Betrag sie sich belaufen werden.
Weil diese Gedenkstätte neben den Mitgliedern des Vereines "Freunde
des Alten Landes Belgard/Bialogard" alle früheren Bewohner
von Belgard und Umgebung berührt, wollen wir für ihre Errichtung
keine Vereinsgelder verwenden. So richte ich an alle Befürworter
dieses Ehrenmals für unsere Verstorbenen die Bitte um finanzielle
Mithilfe für die Errichtung.
Wie seinerzeit bei den Spendeneingängen für die 700 Jahrfeier von Belgard
im Jahr 1999 werde ich die Abrechnung später in Celle vornehmen
und gegebenenfalls einen Überschuß dort abgeben.
Das Konto, auf das Ihre Spende erbeten wird, lautet auf meinen Namen.
Es hat bei der Sparkasse Soest, die BLZ 414XXXXX und die Konto Nr.
155XXXX.
Fügen Sie bei Ihrer Überweisung bitte das Wort "Gedenkstätte"
hinzu.
In der Hoffnung, daß im August während unseres Belgard-Aufenthaltes
die Weihe des Ehrenmales stattfinden kann, grüßt Sie zum
Osterfest mit guten Wünschen für Ihr Wohlergehen